Feuerlöscher mit fluorfreiem Schaum

Dieses Schaumlöschmittel ist sehr um­welt­freund­lich, denn es ist absolut frei von perfluorierten Tensiden und gut bio­lo­gisch ab­bau­bar. Da­durch lässt es sich auch noch nach Eintritt des vor­ge­se­he­nen Verbots von Fluor­subs­tan­zen in Lösch­mitteln pro­blem­los ein­set­zen. Mehr zum Fluor­ver­bot erfahren Sie unten.

Vorteile

  • Löschmittel ist sehr umweltfreundlich, da es kein Fluor enthält und gut biologisch abbaubar ist
  • Optimaler Löschmittelstrahl und hohe Löschleistung durch spezielle Löschdüse
  • Armatur aus schlagfestem Hochleistungskunststoff: hohe Korrosionsbeständigkeit und Robustheit
  • Sehr gute Löschwirkung durch Kombination mehrerer Löscheffekte
  • Schaum-Wasser-Gemisch mit besonders effektiven Additiven
  • Keine Rückzündung bei Flüssigkeitsbränden
  • Gute Dosierbarkeit durch jederzeit abstellbaren Löschmittelstrahl
  • Kunststoffbeschichtete CO2-Treibgasflasche
  • Löschmittelbehälter aus qualitativ hochwertigem Stahl. Die hochresistente Innenbeschichtung garantiert höchstmöglichen Korrosionsschutz. Außenseite witterungsbeständig pulverbeschichtet
  • Serienmäßige Standnocken
  • Wartungsfreundlich

Wichtiger Hinweis

Es ist ein Verbot von Fluor­subs­tan­zen in Feuer­lösch­schäu­men in Pla­nung, wo­­nach die­se bis zum Jahr 2025 alle durch fluor­­freie Alter­­na­­ti­ven er­setzt werden sollen.

Da Feuer­löscher eine Lebens­dauer von 25 Jahren er­rei­chen können1, sind Sie mit unseren neuen fluor­freien Schaum­feuer­lö­schern SoF 6 H und SoF 9 H auch bei Ein­tritt eines Ver­­bo­tes fluor­hal­ti­ger Zu­sätze vor­schrifts­mä­ßig aus­­ge­stattet und müssen Ihre Schaum­feuer­löscher nicht aus­tau­schen oder um­rüs­ten lassen.

 


Vorgesehenes Verbot fluorhaltiger Schaumlöschmittel

     

So bereiten Sie sich auf die Umstellung vor

Die Grenz­werte für fluor­haltige Zu­sätze in Schaum­lösch­mitteln wurden in den letzten Jahren mini­miert. Da Fluor­subs­tanzen aller­dings in Ver­dacht stehen, krebs­erregend und nur schwer bio­lo­gisch ab­bau­bar zu sein, soll künftig komplett auf Fluor­ver­bin­dungen in Lösch­mitteln ver­zichtet werden.

Das bedeutet für Betriebe, dass sie ihre fluorhaltigen Schaumfeuerlöscher durch fluorfreie Alternativen ersetzen müssen. Welche Herausforderung kommt damit auf die Unternehmen zu und wie können sie diese meistern?

Da Feuerlöscher eine Lebens­dauer von bis zu 25 Jahren erreichen können1, wollen sich viele Betreiber recht­zeitig auf diese Um­stellung vorbereiten. Wir geben Antworten auf Fragen, die uns derzeit häufig gestellt werden:

Fragen & Antworten

Deutschland hat einen Vorschlag bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht2, wonach bis zum Jahr 2025 die Per- und Polyfluoralkylsubstanzen in Feuerlöschschäumen durch fluorfreie Alternativen ersetzt werden sollen. Wann genau eine neue Vorschrift greift, ist noch unklar.

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2 echa.europa.eu/de/registry-of-restriction-intentions/-/dislist/details/0b0236e1856e8ce6

Schaum wird sehr häufig als Löschmittel eingesetzt, weil es zwei Brandklassen gleichzeitig abdeckt: Brandklasse A und Brandklasse B.

Zur Brandklasse B zählen Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen, wie Benzin, Öle, Schmierfette, Lacke, Harze, Wachse, Teer usw. Die abdeckende, beständige und gleitfähige Schaumschicht des Schaumfeuerlöschers ermöglicht es, diese Flüssigkeitsbrände zu löschen.

Andere Löschmittel unterscheiden sich vom Schaumlöschmittel wie folgt:

  • ABC-Pulver ist zwar ähnlich leistungsstark wie Schaum, hinterlässt nach einem Löscheinsatz jedoch deutlich stärkere Verschmutzungen. Löschpulver wird daher für Außenbereiche, Garagen, Parkhäuser u. ä. empfohlen.

  • CO2-Feuerlöscher löschen nahezu rückstandslos, sind frei von Fluor, frostsicher und nicht elektrisch leitend. Sie sind für die Brandklasse B geeignet – decken also im Gegensatz zu Schaum nicht die Brandklasse A ab. Vorsicht beim Einsatz in engen Räumen – Erstickungsgefahr!

  • Feuerlöscher mit wässriger Lösung eignen sich sehr gut zum Löschen von Entstehungsbränden der Brandklasse A. Dazu zählen Brände fester Stoffe (hauptsächlich organischer Natur), die  normalerweise unter Glutbildung verbrennen, z. B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle, Autoreifen. Im Gegensatz zum Schaumfeuerlöscher wird die Brandklasse B damit jedoch nicht abedeckt.

 

Empfehlung:

Der Einsatz von Schaumfeuerlöschern ist sinnvoll in Bereichen, in denen mit brenn­baren Flüssig­keiten (Brandklasse B) in größeren Mengen gearbeitet wird (s. auch Punkt 04).

Berücksichtigen Sie beim Neukauf konkret die in Ihrem Betrieb vorhandenen Brandklassen

Wir empfehlen Ihnen, vor dem Kauf Ihre vorhandenen Brandrisiken bzw. Brandklassen zu prüfen und diese dann gezielt mit den dafür erforderlichen Feuerlöschern abzudecken. Dadurch könnten Sie bereits jetzt den Einsatz von fluorhaltigen Schaumfeuerlöschern vermeiden, so dass zum Zeitpunkt eines Fluorverbots kein Austausch erforderlich wird.

  • Empfehlung bei Brandklasse A

In vielen Büros und Verkaufsräumen herrscht häufig nur die Brandklasse A vor (s. unten). Bei normaler Brandgefährdung sind hier Feuerlöscher mit wässriger Lösung hervorragend geeignet. Das Löschmittel ist fluorfrei, umweltfreundlich, gut biologisch abbaubar und sehr leistungsstark. Die wässrige Lösung erreicht im Vergleich mit leistungsstarken Schaumlöschmitteln für die Brandklasse A eine gleiche oder höhere Löschleistung.

  • Empfehlung bei Brandklasse B

In sensiblen Bereichen können Sie für die Brandklasse B (s. unten) einen CO2-Feuerlöscher bereitstellen. Das Löschmittel ist frei von Fluor, frostsicher, nicht elektrisch leitend und löscht nahezu rückstandslos. Es deckt jedoch ausschließlich die Brandklasse B ab. Vorsicht beim Einsatz in engen Räumen – Erstickungsgefahr!

ABC-Pulverfeuerlöscher sind zwar fluorfrei, das Löschpulver wird jedoch nicht für innen, sondern für Außenbereiche, Garagen, Fahrzeuge, Heizungsanlagen, chemische Industrie u. ä. empfohlen, da es nach einem Löscheinsatz starke Verschmutzungen hinterlässt.

Wo wegen der vorherrschenden Brandklassen A + B ein Schaumfeuerlöscher eingesetzt werden soll, empfehlen wir einen leistungsfähigen und fluorfreien Schaumfeuerlöscher (siehe Punkt 04).


  • Brandklasse A
    Brände fester stoffe (hauptsächlich organischer Natur), verbrennen normalerweis unter Glutbildung.
    Beispiele: Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle, Autoreifen

  • Brandklasse B
    Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen.
    Beispiele: Benzin, Öle, Schmierfette, Lacke, Harze, Wachse, Teer

Wenn Schaum, dann 100 % fluorfrei

Wenn Sie Bereiche mit einem B-Brand-Risiko haben, in denen also auch mit brennbaren Flüssigkeiten (Brandklasse B) in größeren Mengen gearbeitet wird, ist ein Schaumfeuerlöscher zur Abdeckung der Brandkassen A + B sinnvoll.

Aktuell sind Schaumfeuerlöscher mit minimaler Fluorkonzentration erlaubt (ausgenommen bei Schulungen). Der erste turnusmäßige Löschmitteltausch steht in der Regel nach sechs bis acht Jahren an, so dass ein Feuerlöscher mit fluorhaltigem Schaum im Falle eines Fluorverbots spätestens dann nicht mehr neu befüllt werden darf.

Um zukunftssicher aufgestellt zu sein, empfehlen wir daher, ab sofort fluorfreie Schaumfeuerlöscher zu kaufen. Das wäre langfristig eine kosten- und umweltoptimale Lösung, denn diese Geräte müssten infolge eines Fluorverbots nicht wieder kostenaufwendig umgerüstet oder ausgetauscht werden.

Empfehlung für den Kauf

siehe Punkt 05!

Es werden bereits fluorfreie Schaumfeuerlöscher auf dem Markt angeboten. Sie weisen teilweise jedoch deutliche Qualitätsunterschiede, z. B. in der Löschleistung auf.

Achten Sie daher beim Kauf fluorfreier Schaumfeuerlöscher darauf, dass diese

  • leistungsstark,
  • für Laien bedienbar und
  • nach ASR A2.2 auf die Grundausstattung anrechenbar sind!

Diese Voraussetzungen erfüllt bereits der neue SoF 6 H (9 Löschitteleinheiten, 27A/144B) oder der neue SoF 9 H (10 Löschmitteleinheiten, 34A/183B) von VULKAN.

Mit diesen Feuerlöschern sind Sie auch bei Eintritt eines Verbotes fluorhaltiger Zusätze vorschriftsmäßig ausgestattet.

Selbstverständlich beraten und unterstützen wir Sie gern. Sprechen Sie uns an!

Wägen Sie fluorfreie Alternativen ab

Sollten Sie defekte, beschädigte oder veraltete Schaumfeuerlöscher austauschen müssen, lohnt sich die Überprüfung der vorherrschenden Brandklassen und Einsatzbereiche (s. Punkt 03).

Ist ein ein Schaumfeuerlöscher notwendig, empfiehlt sich der Kauf eines fluorfreien Gerätes (s. Punkt 04) – auch wenn fluorhaltiger Schaum aktuell noch eingesetzt werden darf (ausgenommen bei Schulungen).

So können Sie sicher sein, dass die Austauschgeräte bei Eintritt des Verbots bereits die Vorlagen erfüllen und nicht umgerüstet oder erneut ausgewechselt werden müssen.

Vulkan arbeitet an Lösungen für eine Umrüstung fluorhaltiger Vulkan-Schaumfeuerlöscher auf fluorfreie Alternativen. Eine Patentlösung für alle Schaumfeuerlöscher wird es jedoch aufgrund der technischen Unterschiede bei den verschiedenen Feuerlöschertypen und weiterer Faktoren nicht geben können.

  • Auch beim Umrüsten bestehender Geräte ist der Blick auf die vorhanden Brandklassen sinnvoll: Wo Sie derzeit einen Schaumfeuerlöscher für die Brandklassen A + B vorhalten, sollten Sie prüfen, ob diese breite Abdeckung in der Gefährdungsbeurteilung oder im Brandschutzkonzept tatsächlich gefordert wird (s. Punkt 03).

  • Bei der Betrachtung müssen außerdem das Alter der Geräte, der Kosten-Nutzen-Faktor der Umrüstung und die sich ggf. verändernde Brandklasseneignung berücksichtigt werden.

  • Umgerüstete Feuerlöscher müssen auf jeden Fall eine gültige Anerkennung durch eine offizielle Zertifizierungsstelle haben. Das Typschild auf dem Löscher muss ausgetauscht und dem neuen Löschmittel angepasst sein.

  • Es könnte den Anschein erwecken, eine Umrüstung wäre kostengünstiger als ein kompletter Feuerlöscher-Austausch. Kalkulieren Sie jedoch Folgekosten ein, die je nach Aufwand und Gerätetyp unterschiedlich hoch sein können.
Typ Artikelnummer Brandklasse A Brandklasse B Löschmitteleinheiten
SoF 6 H 25704400 27 A 144 B 9 LE
SoF 9 H 25704800 34 A 183 B 10 LE

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1 bei vorschriftsmäßigem Einsatz und regelmäßiger Wartung/Instandhaltung